Was ist eine Trigeminusneuralgie?

Bei der Trigeminusneuralgie handelt es sich um eine Funktionsstörung des 5. Hirnnervs, dem Trigeminusnerv.

Wie äußert sich eine Trigeminusneuralgie?

Bei der Trigeminusneuralgie kommt es in einer Gesichtshälfte zu äußerst heftigen, blitzartig einschießenden Schmerzen, die wenige Sekunden bis zu zwei Minuten dauern können. Die Schmerzen treten im Bereich des Versorgungsgebiets des Trigeminusnervs auf, somit im Bereich des Oberkiefers, Unterkiefers und der Stirn- und Augenpartie.

Von der Trigeminusneuralgie abzugrenzen sind Gesichtsschmerzen oder Missempfindungen, die nicht im Versorgungsgebiet des Trigeminusnervs auftreten.

Häufig ist der zweite und dritte Ast des Trigeminusnervs betroffen, was zu Schmerzen im Ober- und Unterkiefer führt.

Die betroffenen Patienten entwickeln aufgrund der sehr starken Schmerzen oft Angst vor dem nächsten Anfall, so dass auch die Trigeminusneuralgie oft mit einer psychischen Belastung einher geht.

Ursachen der Trigeminusneuralgie

Bei den Ursachen zwischen der Trigeminusneuralgie ist zwischen der primären und der sekundären Trigeminusneuralgie zu unterscheiden.

Bei der sekundären Trigeminusneuralgie liegt eine Grunderkrankung wie Multiple Sklerose vor, die die Myelinscheiden zerstört und damit kann es in Folge einer Trigeminusneuralgie kommen. Bei der primären Trigeminusneuralgie wird davon ausgegangen, dass im Gehirn ein Gefäß auf den Trigeminusnerv drückt und es hierdurch zu einer Kompression und Schädigung der Myelinscheide des Trigeminusnervs kommt. Die intakte Myelinscheide ist wesentlich für die reibungslose Reizweiterleitung in den Nerven. Dieser Enge Kontakt von Nerv und Gefäß kann allerdings nur bei 70 % der Patienten mit Trigeminusneuralgie nachgewiesen werden.

Manualtherapeutische Sichtweise der Trigeminusneuralgie

Aus manualtherapeutischerer Sichtweise kann eine Reizung des Trigeminusnervs durch dauerverspannte Muskeln, Faszien und Bindegewebe verursacht werden. Das dauerverspannte Gewebe übt Druck auf die Schmerzrezeptoren aus, die den Schmerz weiterleiten.

Wenn die Gesichtsmuskulatur und das Bindegewebe nebst Faszien manualtherapeutisch behandelt werden, z.B. mit der sehr sanften Bowen-Technik, kann der Druck auf die Schmerzrezeptoren nachlassen.

Behandlung der Trigeminusneuralgie mit der sanften Bowen-Technik

Die Behandlung der Trigeminusneuralgie mit den sanften Griffe der Bowen-Technik kann zur Beruhigung des gesamten Nervensystems beitragen. Hierdurch kann es zu einer Grundentspannung kommen, die die nachfolgenden spezifische manualtherapeutische der Trigeminusneuralgie fördern kann.

Behandlung unspezifischer Gesichtsschmerzen

Unspezifische Gesichtsschmerzen oder Missempfindungen, die nicht im Bereich des Verlaufs des Trigeminusnervs auftreten, können ähnlich wie die Trigeminusneuralgie behandelt werden.